Schieber hoch!
Rallye am
28. Mai 2005
Hier ein kurzer Bericht:
Das Starterfeld bestand aus zehn unerschrockenen Männern ohne Nerven mit sehr interessanten Fahrzeugen:
neben einem Eigenbau Lehle Luger 075, den "unvermeidlichen" BMWs,
einigen englischen und steirischen Nortons und einer Triumph fuhr auch eine alte (vom Vorjahr)
Aprilia mit.
Die Autoklasse wurde von einem Fiat 850 Sport beherrscht. Die jungen Piloten waren ganz bei der Sache...
Auf die Fahrer wartete die erste von drei unbarmherzigen Prüfungen: ein Le-Mans-Start.
Die Laufstrecke selbst entsprach allerdings der eines kleinen Rennens...
Hier zeigte sich, wer schnell laufen konnte und daß man sich trotz eines schnell gestarteten Motors
mittels falscher Gangwahl durch heftiges Paddeln das Zuschauerinteresse langfristig sichern konnte.
Extra für diese Prüfung mussten einige Motorräder nach der anstrengenden Anfahrt erstmal wieder
reaktiviert werden.
Aber schließlich hatten es doch alle geschafft, und so bekamen sie die Fahrtunterlagen
mit den Wegbeschreibungen ausgehändigt.
Für die Organisatoren Joe und Martin begann damit eine nervenaufreibende Zeit des Bangens und Hoffens,
für die Teilnehmer ein entspannter Ausflug durch schöne Landschaften mit kurvigen Straßen.
Die Aufgaben waren ein Klacks, die Hinweise zu den Fragen waren größtenteils viel zu einfach
aufzufinden, und so kam das Teilnehmerfeld nach der überraschenden Zeit von knapp drei Stunden
schon wieder ins Ziel zurück:
Ein Teilnehmer hat nach der zweiten Aufgabe verweigert,
das Auto mit den Kindern verschwand spurlos,
ein Teilnehmer fuhr noch schnell nach Hause, um sein Motorrad zu tauschen und
ein Teilnehmer verirrte sich hoffnungslos und konnte so an den weiteren Prüfungen nicht teilnehmen.
"Ein erstaunliches Ergebnis, das unsere kühnsten Erwartungen bei weitem übertroffen hat", so die Veranstalter.
Schnell die Fragebögen abgegeben, raus aus der Lederkombi und ein kühles Getränk bestellt, denn mittlerweile
war es doch sehr sonnig geworden ("In der Wüste ist es oft so heiß, daß selbst DIE Tiere, die es
gewohnt sind, nicht in die Sonne gehen").
In aller Eile und Präzision wurden die Fragebögen und Zwischenprüfungen ausgewertet, dann begann die
Siegerehrung: (ein Fahrer wurde vermißt, er wurde ermattet im Schatten wiedergefunden):
Dem Veranstaltungsnamen "Schieber hoch!" gerecht wurden die selbstgefertigten Pokale:
Tim bekam den Preis für den Besten Le-Mans-Starter.
Klaus hat die zweite unbarmherzige Prüfung (3 Kreise in einer verteufelt schiefen Auffahrt) als bester
bestanden. Mehrere Teilnehmner schafften dies fehlerfrei. Weil er aber das älteste Motorrad hatte,
war er der Beste Kreisfahrer.
Tim hat die Anzahl der Ersatzteile bei Norton Deutschland (10936) am genauesten geschätzt, deswegen bekam er den
Pokal für den Besten Teileschätzer. Spätestens hier konnte man die Zwischenrufe "Schiebung hoch!" nicht mehr überhören!
Der Trostpreis ging an die griechischen BMW-Team-Kollegen "Apollo 13",
die diese Prüfungen gar nicht gefunden hatten, aber sich trotzdem tapfer durch das oberbayerische
Voralpenland gekämpft hatten:
Sieger in der Gesamtwertung wurde Josef mit seinem Eigenbau. Er hatte die meisten Punkte im Fragebogen,
und dieser war derart dominierend, dass er damit seine Ergebnisse in den Zwischenprüfungen locker
ausgleichen konnte.
Insgesamt wurden bei dieser Veranstaltung beinahe mehr Pokale ausgegeben als Teilnehmer anwesend waren,
leider nicht an alle Fahrer, die doch wenigstens alle Kopf und Kragen, vor allem Kopfdichtungen riskiert hatten.
Hier werden die Veranstalter bei der Vorbereitung der nächsten Rallye einiges bei der Wertung verbessern.
Vielen Dank an Euch Fahrer und Helfer, es hat doch jede Menge Spaß gemacht. Vor allem Danke für Eure besonnene Fahrweise
(wir haben's ja nicht gesehen).
Joe und Martin